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Witterung und Phänologie
Das Jahr 2025 war das Jahr mit dem frühesten Lesebeginn seit Beginn der Aufzeichnungen des Wein-bauamtes (jetzt RP Darmstadt, Dezernat Weinbau) im Jahr 1955.
Der Austrieb erfolgte 5 Tage vor dem 30-jährigen Mittel (1991-2020) am 17. April. Zu diesem Zeitpunkt waren die Reben trotz eines Niederschlagsdefizit im Februar und März gut versorgt. Durch die Nieder-schläge im Spätjahr 2024 und zum Jahresbeginn 2025 waren die Böden auch in tieferen Schichten, dem Wurzelbereich der Reben, ausreichend aufgefüllt. Hiervon profitierten v.a. die Ertragsreben über die komplette Vegetationsperiode. Der Blühbeginn beim Riesling wurde in Eltville am 3. Juni mit 6 Tagen Vorsprung registriert. In frühen Lagen war die Blüte schnell beendet, in mittleren und späteren Lagen hat sich die Blüte durch ein Absinken der Temperaturen und einsetzende Niederschläge wetterbedingt etwas verzögert. Am Ende gab es aber in den meisten Weinbergen wenig Verrieselung. Warme Temperaturen zum Beginn der Beerenentwicklung haben für eine zügige Entwicklung der Trauben gesorgt. Nur Jung-felder haben in dieser Zeit auf Böden mit einer geringen nutzbaren Feldkapazität teilweise Symptome von Trockenstress gezeigt. Der Reifebeginn (25° Oechsle) wurde bei Riesling am 5. August festgestellt. Somit liegt dieser, nach den Jahren 2011 und 2018 (30. Juli) sowie 2007 (3. August), auf Platz 3 in der Liste der frühesten Termine. Durch einsetzende Niederschläge zum Ende der Reifephase mussten die Trau-ben in kurzer Zeit geerntet werden, um Qualitätseinbußen durch Aufplatzen und einsetzende Fäulnis zu verhindern. Die Hauptlese bei Riesling begann im Rheingau am 10. September und war bei den meisten Betrieben noch vor dem 30. September (durchschnittlicher Lesebeginn nach dem 30-jährigen Mittel) beendet. Somit kann man sagen: „Die Lese des Jahrgangs 2025 war beendet, bevor sie üblicherweise anfängt.“
Krankheiten und Schädlinge
Im Vergleich zum Vorjahr, war die Pflanzenschutzsaison 2025 weniger problematisch. Der Klimawandel verlangt jedoch ein Umdenken bei den Pflanzenschutz-Strategien. War bis vor wenigen Jahren Perono-spora die „Leitkrankheit“ im Rheingau und hat meistens den Start der Pflanzenschutzsaison bestimmt, tritt in den letzten Jahren Oidium in den Vordergrund. Durch teilweise starke Infektionen im Vorjahr, sind frühe Behandlungen mit Netzschwefel im 3 – 5 Blatt-Stadium vor den ersten potentiellen Primärinfektio-nen durch Peronospora notwendig.
Oidium hatte ab dem Austrieb gute Entwick-lungsbedingungen, wodurch, auch mit or-ganischen Mitteln, bis zur Erbsengröße kurze Spritzabstände notwendig waren. Trotzdem wurden in vielen Weinbergen in der Reifephase Befall an den Beeren sicht-bar. Grund hierfür waren hohe Werte bei der relativen Luftfeuchtigkeit in der Reife-phase der Beeren. Bis vor wenigen Jahren war die relative Luftfeuchtigkeit kurz vor der Reifephase normalerweise auf Werte ge-sunken, bei denen sich Oidium schlecht entwickelt (das Oidiumfenster hatte sich dadurch geschlossen). Somit verfestigte sich die Meinung, dass Oidium ab dem Weichwerden der Beeren nicht mehr relevant ist. Die letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass bei ent-sprechender Luftfeuchtigkeit neue Infektionen an Beeren und Blättern auch bis zur Lese auftreten kön-nen. Da Oidium in den Knospen überwintert, ist das Infektionspotential für die Saison 2026 schon vor-programmiert.
Die Bedingungen für Primärinfektionen von Peronospora waren nach den Berechnungen verschiedener Prognosemodelle schon Ende Mai gegeben. Glückli-cherweise war es aber zu keinen relevanten Infektionen gekommen. Somit konnte man im Gegensatz zu 2024 die Gefahr durch Sekundärinfektionen im Vorblütebe-reich vernachlässigen. Die prognostizierten Nieder-schläge im Verlauf der Saison haben aber regelmäßige, dem Wachstum angepasste Spritzungen, zumindest mit Kontaktmitteln, gefordert (auch wenn die Niederschläge nicht immer in der gemeldeten Intensität stattgefunden haben). Erste Ölflecke wurden erst kurz vor Reifebeginn der Beeren gefunden. Eine starke Ausbreitung, wie im Jahr 2024 konnte zu diesem Zeitpunkt dann fast ausgeschlossen werden.
Ernte
Die Reifeentwicklung verlief ungewöhnlich schnell, wodurch die Trauben auch sehr früh die Lesereife erreicht hatten. Die Trauben waren in einem guten Gesundheitszustand. Durch einen Wetterumschwung mit häufigen Niederschlagsereignissen drückten sich die Beeren dann jedoch gegenseitig ab. Erste Botrytis-Nester wurden sichtbar. Die Folge war eine rasante Lese im Rheingau. Die Qualität des „recht-zeitig geretteten“ Lesegutes hat die Erwartungen meist erfüllt. Die Erntemengen blieben am Ende aber unter dem, was im Verlauf der Reifephase noch zu erwarten war.
Fazit
Der Klimawandel zeigt deutliche Auswirkungen auf den Weinbau. Die Bekämpfung von Schaderregern erfordert neue Strategien. Auch die phänologische Entwicklung der Rebe fängt früher an und ist in ihrem Verlauf beschleunigt. Der Zeitraum von Ende der Blüte bis zum Lesebeginn wird immer kürzer. Im Jahr 2025 waren dies nur „kurze“ 91 Tage. Der Mittelwert seit 1955 liegt bei ca. 108 Tagen. Das Maximum lag im Jahr 1961 bei 128 Tagen. Die Reifephase erfolgt nicht mehr wie früher in einer kühleren Jahres-zeit, wodurch die Gefahr von Botrytis und Essigfäule nach Niederschlagsereignissen zunimmt. In der Folge besteht für die Ernte mit dem Produktionsziel gesunder Trauben ein immer kürzeres Zeitfenster.
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